Wie Frankfurt mein Leben und Denken veränderte

Persönlichkeitsentwicklung

 

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Frankfurt am Main - aufgenommen mit der Canon Eos 7D und dem Canon EF-S 10-18 mm f4.5-5.6 IS USM 

"..dann springst du ab, schießt mit der Schwerkraft den Felsen hinunter und schlägst mit voller Granate mit deiner gesamten rechten Seite an den Felsen und schlitzt dir deinen gesamten Körper auf, fängst an zu bluten, fängst an zu schreien und sagst "Gotteswillen wäre ich doch nicht gesprungen". Hätte mir irgendjemand gesagt wie anstrengend das ist, dass ich noch mehr kritisiert werde, das es noch mehr weh tut. Und dann fängst du an runter zu schießen und erstickst and deinem eigenen Schmerz und plötzlich hörst du ein Geräusch.

Es macht "hhuuuhhh" "Papp".

Du wirst nach oben gerissen, 30 40 Meter.......
Und jetzt ist der Fallschirm deines Lebens aufgegangen und plötzlich merkst du, du fliegst. Du guckst nach links und du guckst nach rechts. Und neben dir fliegen Menschen die genau so denken wie du, die auf den Partys sind wo du eigentlich hingehörst. Und die sind alle dort mit dir mitm Fallschirm, links und rechts. Dann bist du in dem Moment was wir in der Psychologie den "Flow" nennen. Du kannst Tag und Nacht weitermachen, wie verliebt sein. Du brauchst kein Schlaf mehr, du brauchst kein Essen mehr, garnichts, sondern du fliegst einfach durch dein Leben und all die Leute die vorher gelacht haben die kannst du garnicht mehr hören, weil die sind irgendwo unten im Tal, das einzige was du tust ist, du fliegst. Und meine Frage an euch ist, wie viele von euch sind wirklich bereit diesen Sprung zu machen? ........
Wie viele von euch springen? " - Tobias Beck

 

Ich bin gesprungen.

Ja, vor gut 9 Monaten bin ich gesprungen. Ich bin von Oldenburg nach Frankfurt gezogen, einfach so, nein, einfach aus dem Grund weil ich es wollte. Als ich gesagt habe, ich möchte nach Frankfurt ziehen und mir dort was eigenes aufbauen, etwas in der Fotografie und in dem was ich kann, habe ich mir von einigen Leuten anhören müssen „das schaffst du eh nicht“. Ich bin kein Lifecoach, ich bin Fotografin, ganz klar, aber im Folgenden möchte ich mal etwas vom Fotografie Thema abweichen. Wenn es dich nicht interessiert, klick weg und lebe dein Leben weiter.

Der Zeitpunkt, an dem ich entschieden hab, ich möchte weg, raus aus dem Norden, rein in die Großstadt, an diesem Zeitpunkt war ich soweit, dass ich mir von niemandem mehr irgendwas sagen lassen wollte. Nicht mehr, was ich tun soll oder was ich nicht tun soll und auch nicht mehr wie ich mein Leben leben soll.

Schon in der Schule wird dir gesagt, mach dies, mach das und im Radio sagen sie dir am Donnerstag "nur noch 1 Tag arbeiten, dann hast du es geschafft, dann ist endlich Wochenende". Dieses Leben wollte ich nicht führen.

Anfang 2016 habe ich die Entscheidung getroffen. Im Juni war mein Abi, danach wollte ich weg, mein Leben leben.

Allerdings, Schicksalsschlag Anfang April – Sportunfall, schwere Op am Knie. Monatelang durfte ich mein Knie nicht belasten. Anfangs ging es mir recht schlecht, die Schmerzen dauerten sehr lange an.

Es war nicht klar, ob ich die Abiprüfungen noch nachschreiben kann und es war demensprechend auch nicht klar, ob ich mein Abi überhaupt schaffe oder die 12. Klasse nochmal machen muss. Es fühlte sich zu dem Zeitpunkt an, als wenn mein Knie mir alles kaputt machen wollte.

Meine Träume und das was ich wirklich wollte.

Ich lernte, damit umzugehen, es wurde zwar besser, aber perfekt ist es bis heute nicht. Die Prüfungen konnte ich nachschreiben, mein Abi habe ich geschafft. Aber ich hörte immer noch Sätze wie „willst du nicht doch besser die 12. Klasse trotzdem nochmal machen hier im Norden“. Ich habe gesagt Nein. Ich bin, sobald ich die Krücken los war und wieder einigermaßen laufen konnte, nach Frankfurt gezogen. Und schon am ersten Abend in Frankfurt wusste ich, es war die richtige Entscheidung.

Im Laufe der Zeit wurde mir klar, dass wir es viel zu wenig schätzen wenn wir gesund sind. Wir sehen es als selbstverständlich, obwohl es nicht selbstverständlich ist. Dankbarer für alles was wir haben sollten wir sein. Jeder einzelne von uns.

Anfangs dachte ich, ich kann mit Englisch Nachhilfe Geld verdienen. Oder eben irgendeinen Minijob machen. Bei H&M oder so. Ich wusste schon lange, ich kann mir mit der Fotografie etwas aufbauen, aber irgendwie fehlte mir der Mut und auch das Selbstbewusstsein. Daher dachte ich, ok, jobbst du halt ganz normal, so wie jeder andere "normale Mensch" auch.

Habe ich aber nicht gemacht.

Ich bin nicht normal, ich bin nicht wie die anderen "normalen Menschen" und will ich auch nicht sein.

Ich habe mich innerhalb kürzester Zeit selbstständig gemacht, ich hatte ja nichts zu verlieren, höchstens etwas zu gewinnen.

Ich habe mit der Fotografie Geld verdient, eher aber im Bereich Foodfotografie. Wozu denn auch nen scheiß Job machen, wenn ich weiß, was mir wirklich liegt. Die Foodfotografie war das zwar nicht 100%, aber die Fotografie eben.

Ein paar Monate später kam ein Job im Online Marketing hinzu, der inzwischen aber auch freiberuflich läuft. Ich muss zugeben, mit Marketing habe ich mich nie zuvor beschäftigt, aber es gefällt mir relativ gut.

Mit der Foodfotografie habe ich aufgehört und mache nun das was mir wirklich liegt und wirklich Spaß macht, das, wo ich seit inzwischen 8 Jahren weiß, das macht mich aus, das ist meine Leidenschaft – die Landschaftsfotografie.

Ich habe mich mit dem Gedanken angefreundet, mit der Landschaftsfotografie kann man nicht von heute auf morgen so erfolgreich sein wie mit der Businessfotografie o.ä.

Ich hatte die Möglichkeit, in die Businessfotografie einzusteigen und dort Aufträge von großen Firmen anzunehmen aber ich habe diese abgelehnt. Ich habe es aus einem Grund abgelehnt: Wenn ich schon in der Fotografie tätig bin, dann soll ich doch gefälligst direkt den fotografischen Bereich machen der mir wirklich Spaß macht und nicht irgendwas in der Fotografie (Foodfotografie oder Businessfotografie) worauf ich aber kein Bock hab – ganz einfach. Das habe ich gelernt. 

Soweit, so gut. Inzwischen habe ich zusätzlich noch einen festen Nebenjob beim ZDF in Mainz, wer hätte das gedacht. Früher immer ein Traum von mir gewesen, heute Realität.

Inzwischen, dank meinen Erfahrungen die ich vor meinem Umzug, während meinem Umzug und nach meinem Umzug gemacht habe, weiß ich, dass man alles schaffen kann, was man schaffen möchte. Das einzige was du dafür brauchst ist Disziplin, Selbstbewusstsein, ein richtiges Umfeld und die richtigen Glaubenssätze. Was ich ebenfalls gelernt habe, jeder ist für sich selbst verantwortlich. Wenn dein Leben nicht läuft, dann liegt es verdammt nochmal nicht an den anderen, sondern an dir selbst.

 

Ich würde heute niemals mehr auf die Idee kommen auf Anhieb zu sagen „Ne, das geht nicht, das kann ich nicht, das schaffe ich nicht.“ Wenn man etwas nicht versucht, wird man nie wissen, ob man es geschafft hätte.

Und klar, ich habe auch Träume, immer noch. Immer noch Ziele, an denen ich arbeite, Tag für Tag. Seitdem ich in Frankfurt lebe, und ja, hier LEBE ich. Im Norden habe ich nur gewohnt. Aber seitdem ich hier lebe, arbeite, denke und lebe ich ganz nach dem Motto „von nichts kommt nichts“. Und es ist tatsächlich so. Wer jeden Tag jammert, wie scheiße das Leben doch ist, aber nichts tut um es zu ändern, dann passiert natürlich nichts. Dann bleibt dein Leben genauso scheiße. Wenn du dich aber fragst, was findest du scheiße, und was fehlt dir in deinem Leben, um es in vollen Zügen genießen zu können, dann, ja dann kannst du auch etwas dran ändern.

Ich bin ein verdammt positiver Mensch geworden, ich rede mir nicht mehr ein, dass irgendwas nicht geht oder dass immer die anderen Schuld sind. Es ist so viel möglich auf dieser Welt und es kann jeder, wirklich jeder sein Leben so leben, wie er es möchte. Dieses ganze „Aber, nein, das geht nicht, das kann ich doch nicht machen, ich kann nicht einfach wegziehen, ich kann meinen Job nicht kündigen und selbstständig werden, ich kann nicht das und das machen“.

Das sind Ausreden. Glaubenssätze unserer Gesellschaft. Du kannst.

Ein Thema bei dem ich wirklich weit ausholen könnte und ein Thema mit dem ich mich, neben der Fotografie ständig befasse. Persönlichkeitsentwicklung, Glaubenssätze etc.

Ich besuche momentan häufig Seminare dazu, ebenfalls Seminare in den Bereichen Business, Erfolg und Lifestyle. Am liebsten sind mir allerdings die Seminare, bei denen man von allem etwas hat, weil ja alles irgendwie auch zusammen gehört.

Ich war z.B. vor kurzem bei der Entrepreneur University in Offenbach, bei der grandiose Speaker Vorträge gehalten haben, sodass das gesamte Publikum den ganzen Tag 100%ige Energie hatte und die Energie der Teilnehmer am Abend bei mindestens 150% lag.

Mit am Start waren Calvin Hollywood, Dirk Kreuter, Tobias Beck, Laura Malina Seiler und Alex Düsseldorf Fischer.

Ich war geflasht von dem Input, welches ich auf diesem Seminar bekommen habe. Hinzu kam noch, dass die Menschen im Publikum alle das gleiche Ziel und die gleichen Glaubenssätze haben: sich persönlich weiterentwickeln zu wollen, ihr bestehendes Business weiter auszubauen und dass dies mit viel Selbstdisziplin möglich ist.

In nächster Zeit besuche ich etliche weitere solcher Seminare, um mich selbst persönlich weiter zu entwickeln, um meine Ziele noch motivierter umsetzen zu können und um diese Menschen einfach zu feiern. Die Menschen, die auf der Bühne stehen und so tollen Input liefern und die anderen Teilnehmer, die ihre Träume ebenfalls verwirklichen.

Als Abschlusssatz kann ich nur nochmal sagen, lass dich nicht von der Gesellschaft zu dem Menschen machen, der du gar nicht sein willst, sondern mach das, was du machen möchtest, das, was dir gut tut, wofür du jeden Morgen aufstehst, ohne nicht aufstehen zu wollen.

Alles ist möglich.

Danke fürs Lesen.

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Kommentare: 6
  • #1

    Kathi (Donnerstag, 11 Mai 2017)

    Stark..!!

  • #2

    Blacky (Donnerstag, 11 Mai 2017 22:34)

    Toll, das ist es - genau das. Schreib bitte öfter. Es kommt echt stark rüber.

  • #3

    Lars (Donnerstag, 11 Mai 2017 22:37)

    Wow, danke für diesen Einblick in dein Leben und die Energie die du vermittelst.

  • #4

    Tobi (Donnerstag, 11 Mai 2017 23:02)

    Absoluter Burner ;) mach weiter so und gehe deinen ganz persönlichen Weg. Alles Gute ��

  • #5

    Charles Schrader (Freitag, 12 Mai 2017 01:51)

    Interessantes Statement! Wir haben so gar einiges gemeinsam:-) Oldenburg-Frankfurt habe ich auch hinter mir .
    Einiges was Du schreibst ist Richtig anderes siehst Du in 10 Jahren völlig anders.,
    Wir reden mal
    Gruß Charles

  • #6

    Amy (Dienstag, 16 Mai 2017 00:00)

    Ich finde es so inspirierend, wie du schreibst. Ich habe teils eine andere Denkweise, doch hin und wieder diese Worte zu beherzigen, kann nicht schaden. Deine Worte (generell) haben großen Einfluss auf mich, weil du alles mit einer Leidenschaft erzählst, die nicht viele für ihre​ "Sache" an den Tag legen. Mach weiter so, und bleib wie du bist.